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17.11.2009:

Fotoshooting und Videoclip:

Gedanken für die Enstehung der Flyer & Poster für die Börsen 2009

Ich wollte nicht mehr, dass Leute, die von der Haltung einer Art kaum eine Ahnung haben, spontan ein Tier kaufen. Für die gute und artgerechte Haltung ist es entscheidend, wie man sich mit den Tieren auseinandersetzt. Reptilien sind Wildtiere und um sie richtig zu pflegen, sollen sie vorallem nicht vermenschlicht werden.

Deshalb habe ich für die Börsen und Messen 2009 zwei allgemeine Aussagen von mir zu Flyer verarbeitet, um so zuerst zum Nachdenken anzuregen.

Aber ich wollte mir dafür auch etwas ganz Spezielles überlegen! Und so war ich diesen Sommer zusammen mit meinen Tieren in einem der grössten Schweizer Fotostudios. Mit einem super Team von photoworkers aus Winterthur haben wir dann in verschiedensten Dekos das Shooting für die Bilder der Flyer und Poster gemacht.

Ich habe mich über die positiven Reaktionen vieler Reptilienfreunde in der ganzen Schweiz sehr gefreut! Denn es ist immer ein Balanceakt, wenn man Reptilien zusammen mit Menschen zeigt. Aber ich denke, auch für Leute, für die diese Tiere bisher als etwas "Ekliges oder Fremdes" galten, konnte so die Schönheit dieser Tiere gezeigt werden! Diese interessanten Lebewesen hat die Natur in jahrmillionenlanger Evolution geschaffen – doch sie werden nur überleben, wenn wir alle sie schützen, den richtigen Umgang mit ihnen und ihre natürlichen Lebensräumen lernen.

Alles rund um diese Fotos hat mich einen grossen Teil des Jahres 2009 beschäftigt! Es steckt viel meines Engagements dahinter, aber ich möchte mich vorallem auch bei den vielen super Leuten, die mitwirkten und dies ermöglichten, herzlich bedanken:
Fabienne Kropf, Model (www.fabiennekropf.ch; der genial gute Umgang mit den Tieren ist wohl talent...danke für die Mühe und dass ich die Fotos so vielfältig verwenden darf!) / Stefanie Schätzle, Fotografie (www.photoworkers.ch; für all die Mühe und die viele zusätzliche Zeit!) / Ernst A. Kehrli, Videoassistance (www.photoworkers.ch; spezieller Dank für den neuen, verlängerten Videocut!) / Nico Gerteis, Padu Design&Graphik (www.padu.ch; hast meine Ideen perfekt umgesetzt...nur noch ein bisschen besser;-) / Corinne Kretzdorn (Danke für die beiden süssen Bartagamen!) / Veragioia Pangrazzi (Biologin Universität Zürich) & Sebastian Meyer (StadtNatur, Büro für Stadtökologie, Luzern) für die kritische Durchsicht der Texte...und natürlich meine fleissigen Helfer an den Anlässen selbst Andi, Barbara, Marielle, Sascha, Sonja und Tobias (with special thank for driving the car!)!

Unten zeige ich gerne noch den Videoclip vom Fotoshooting mit schönen Szenen der Reptilien und witzigen Hintergrundmomenten... Der Soundtrack zum Video habe ich dafür selbst komponiert und eingespielt.

O.F., November 2009


"Making of..." Videoclip vom Fotoshooting


Aus dem Fotoshooting entstanden:
Flyer (Version schwarz) für die Terraristik-Börsen 2009. Fabienne Kropf mit einer männlichen Segelechse.



26.7.2009:
2 adulte Segelechsen ziehen von Aqua-Terra-World ins Reptilium (De) -
Ein Beitrag um die Nachzucht dieser Art zu gewähren!


(of) Vor rund dreiviertel Jahren ist im Reptilium in Landau, dem grösten Reptilienzoo Deutschlands, das adulte Weibchen von Hydrosaurus weberi völlig unerwartet und traurigerweise verstorben. Aqua-Terra-World entscheidet sich im Juli 09 ein erwachsenes Pärchen dieser charismatischen und spektakulären Tiere aus seinem Bestand an diesen schönen und pädagogisch interessanten Terrarien- und Wüstenzoo abzugeben!

1 und 2: Das letzte Foto der beiden - 2 Tage vor der Abfahrt ins Reptilium. Beide Tiere sind Nachzuchten und im Jahr 2004 geboren.
3: Die Anlage im Reptilium für meine ehemaligen Tiere ist 5,80m lang und 3,50m breit, besitzt einen Landteil von rund 14 m2 und einen Wasserteil von rund 6 m2 mit 80cm Wasserstand. Der Wasserteil wird bereits von Schlangenhalsschildkröten, Schnappschildkröten und Spitzkopfschildkröten bewohnt. Beleuchtet wird dieses Grossterrarium mit 5 Stück 400W HQI-Strahler und 2 Stück 160W Mega-Ray Zoo-Version. Foto: U. Wünstel, Geschäftsführung Reptilium.
4: Die grösste Anlage des Reptilium wird von Brillenkaimanen bewohnt.
5:. Was man von anderen bekannten Zoos (z.B. Berlin und Frankfurt) vorallem für Säugetiere kennt, wird hier auch für Reptilien praktiizert: Ein "Nachttierhaus", in dem der Tagesrythmus um 12h verschoben ist und tagsüber die Tiere bei schwachem Licht beobachtet werden können. Vorbildlich werden mit Führungen und Erklärungen für die Besucher auf die spezielle Eigenart von Reptilien eingegangen und gutbekannte Arten wie Leopardgeckos oder Tokees bei ihren nächtlichen Aktivitäten pädagogisch wertvoll vorgeführt. Unter anderem findet man in diesem Abteil des Zoos gleich beide Arten der giftigen Krustenechsen, das Gila-Monster (Heloderma suspectum) und die Skorpion-Krustenechse (Heloderma horridum)!
6: In seiner felsig gestalteten Grossanlage der Wüstenhalle sitzt einer der bedrohten Nashornleguane (Cyclura cornuta) auf seinem Ansitz...
7: ..während sein Mitbewohner die Aussicht auf die Stadt Landau geniesst!;-).
8: Ein Grandidiers-Dornschwanzleguan (Oplurus grandidieri) als typischer Vertreter aus den felsigen Trockengebieten Madagaskars, der auch sehr schön zeigt, dass die Familie der Leguane nicht nur auf die Neue Welt beschränkt ist! Persönlich habe ich früher mal eine ähnliche Art, Oplurus cuvieri, gehalten.



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Fotoshooting 9.4.2009 bei Photoworkers Winterthur

Für die neuen Werbeaufnahmen der Schweizer Firma Kamasutra-Eyewear.ch, Brillenfassungen designed by Christoph Trüb, waren wir mit einer Boa zum Fotoshooting aufgeboten!

Models: Tanja, Marcel, Abgottschlange (Boa constrictor by Oliver Fischer Aqua-Terra-World)





















Segelechsen - die grössten Agamen der Welt!

Segelechsen (Gattung Hydrosaurus) sind bis über 1m gross und damit die grössten Vertreter der vorwiegend altweltlichen Familie der Agamen. Meines Wissens bin ich der einzige Züchter dieser eindrücklichen und spannenden Tiere hier in der Schweiz. Ich besitze aktuell 2,2,5 Hydrosaurus weberi. Ich besass auch schon ein Tier von H. pustulatus vom Zoo Dresden, habe dieses jedoch zur Förderung ihrer Zuchtchancen an den Zoo Berlin abgegeben. Webers Segelechsen sind ausser bei Aqua-Terra-World Schweiz z.Zt. in folgenden europäischen Zoos zu bewundern:
- Deutschland: Zoo Hoyerswerda, Reptilium Landau, Tiergarten Straubing
- Frankreich: Ménagerie/Jardin des Plantes à Paris
- Tschechoslovakei: Zoo Liberec
- Ungarn: Zoo Budapest


1. Shir Khan als Jungtier 2004..


2. ..und 3 Jahre später..


3. mit ausgebildetem Schwanzsegel!

Innerhalb der Segelechsen ist die Systematik leider noch nicht geklärt und umstritten, zur Zeit sind 3 verschiedene Arten anerkannt. Der natürliche Lebensraum sind verschiedene, teilweise zerstreute Inseln von Papua-Neuginea (westlicher Teil), Indonesien (Sulawesi, Halmahera, Ceram) und den Philippinen (grosse Teile). Die Färbung und Zeichnung der verschiedenen Populationen von Segelechsen kann sehr variieren, ist aber dennoch nicht ein zuverlässiges Unterscheidungsmerkmal. Lebensweise und Verhalten aller Segelechsen jedoch ist insgesamt sehr ähnlich.
Wirklich sehr auffällig bei diesen Tieren ist ihre Liebe zum Wasser. So sitzen schon kleine Jungtiere bei mir mehrmals täglich über längere Zeit in den Wasserbecken. Man beachte dazu beim Foto des Jungtieres (Bild 9) die ausgebildeten "Schwimmschuppen" an den Zehen der Hinterfüsse! Noch auffälliger und namensgebend für diese Tiere ist natürlich das hohe Hautsegel auf dem Schwanz, das durch knöcherne Verlängerungen der Schwanzwirbel gestützt wird. Vorallem bei adulten Männchen wird es eindrücklich hoch. Bei meinem Männchen Shir Kahn - er ist ungefähr 6 Jahre alt - ist es an der höchsten Stelle rund 7cm.
Laura-Jane, ebenfalls ca. 6 Jahre alt, hatte schon mehrfach Eier gelegt, welche im Mai 2008 zum ersten Mal erfolgreich ausgebrütet werden konnten. Natürlich freut man sich sehr über solche Nachzuchten, gleichzeitig ist es aber nicht einfach, für diese anspruchsvollen Tiere entsprechend artgerechte Plätze zu finden.
Während diese Tiere auf den Philippinen auch zum Verzehr gefangen werden, ist natürlich vorallem die zunehmende Bevölkerung und die damit verbundene Lebensraumzerstörung auf verschiedenen Inseln ein grosses Problem für die einzelnen Populationen.
Das Beleuchtungssetup besteht in den Terrarien der adulten Tieren aus insgesamt 4*150 Watt HQI/HCI Einbaustrahlern, 2*160W UV Mega Ray Standard, 1*160W UV Mega Ray Zoo-Version, sowie Spotstrahler.


4. Shir Kahn heute..


5. ..ist er stolzer Vater.


6. Weibchen: Laura-Jane, 2006.


7. 2008 ist Laura-Jane trächtig.


8. Erste Nachzucht schlüpft, Mai 08.


9. Und ist gerade ein paar Stunden...


8. Und 11 Monate später..


9. ..sind die Kleinen..


10. ..frech und neugierig...


11. ..gewachsen & mmh..verfressen!


12. Vater Shir Kahn im April 09


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11. Mutter Laura-Jane im April 09


12. Black Boy, das andere Männchen (April 09)


Die verschiedenen ATW-Cover:


Cover 1 (2008)


Cover 2 (2008/09)


Cover 3 (April 2009)



Erinnerungen, Zürich:
Bild 1:
Von Mitte der 90er Jahre bis ca. 2003 konnte das Setup sehr schmal gehalten werden. Der Technox, ein silbernes Synthesizer-Modul der deutschen Firma Quasimidi, enthielt damals alle in der Elektronik angesagten Leads, Pads und Bässe. Die mehr akustischen Sounds wie Streicher und Pianos kamen bei mir seit je her vom Roland U-220 PCM-Sound Modul, welches mich bereits seit den frühen 90er begleitete. Um nicht nur auf "Konserven" angewiesen zu sein und eigene Ideen zu kreieren, nutzte ich den Sampler ESI-2000 von EMU. Dieser gewann je länger je mehr an Bedeutung. Da der Technox doch ziemlich dumpf klingt, kamen mit der Zeit praktische alle Drumsounds vom Sampler und er eignete sich natürlich auch super, um eigene Flächensounds einzubauen. Als Masterkeyboard diente der Yamaha Control-Synthesizer CS1-x, der von der Soundqualität jedoch nicht an die anderen Geräte heranreicht und daher wirklich nur zum Einspielen der Parts diente. Als Sequencer nutzte ich immer Cubase, das fand ich echt toll. Phrasen kamen aber nie vom Computer, sondern wurden immer live eingespielt und erst dann mit dem Sequencer bearbeitet oder es wurden vorhandene Phrasen der Synths dafür genutzt. Als Monitoranlage, wie auch als Lautsprecher für die Hifi-Anlage, nutze ich meist die in Deutschland hergestellten Lautsprecher der Firma Nubert (www.nubert.de), welche ich absolut empfehlen kann! Da mit der Zeit mehr durchsetzungsfähige Leadsounds im Stil der verstimmten Roland Saw-Waves gewünscht waren, kam kurzfristig ein Microwave MicroQ zum Einsatz, mit dem ich jedoch nicht glücklich war.

Bild 2:
Der MicroQ und der Technox wurden deshalb später durch den Roland Fantom-X (Bildmitte) ersetzt, welcher dann natürlich auch als gegenüber dem Yamaha CS1-x (rechte Bildseite) stark verbessertes Masterkeyboard diente. Der EMU Sampler behielt seine Berechtigung, da mir mit ihm doch sehr viele eigene, einst gesampelte und bearbeite, Drum- und Flächensounds zu Verfügung standen.


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