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| Info 1 ⋅ Beleuchtung Bartagamen & Co. |
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Hilfestellung 2010 - Wie finde ich:
Die richtige Beleuchtung für Bartagamen und
andere
sonnenliebende Reptilien!
(Text: O. Fischer, Zoologe, Dr.sc.)
Die richtige Beleuchtung ist besonders für Bartagamen und viele tagaktive Echsen und Schildkröten der
entscheidende Punkt für die artgerechte Haltung. Gerade Tiere aus hellen, sonnendurchfluteten
Regionen zeigen ihre volle Aktivität nur mit der entsprechenden Beleuchtung und diese sorgt auch für
die langfristige Gesundheit der Tiere.
Die richtigen Überlegungen sollen Ihnen in dieser Übersicht helfen, selbst zu erkennen auf was bei der
Zusammenstellung der Beleuchtung genau zu achten ist:
Grundüberlegung:
Die Beleuchtung dieser Tiere richtet sich nach den natürlichen Verhältnissen der Verbreitungsgebiete und
nach dem Verhalten.
Sie muss die Kriterien A) und B) erfüllen:
A) helle Grundbeleuchtung
Die Grundbeleuchtung hat die Aufgabe das Terrarium auszuleuchten und brennt
charakteristisch den ganzen Tag durch. Sie soll bei diesen Tieren möglichst hell sein!
Traditionell wurden/ bzw. werden dafür Leuchtstoffröhren verwendet, da sie das Licht über einen
grossen Bereich verteilen. In der Natur, z.b. in offenen Steppengebieten, werden Helligkeitswerte
erreicht, die mit normalen Leuchtstoffröhren aber kaum mehr zu erreichen sind. Deshalb werden heute
für helligkeitsbedürftige Arten sehr oft die dünneren T5-Leuchtstoffröhren verwendet, und zwar in der
HO-Ausführung. Die Bezeichnung HO bedeutet “high-output”; dabei handelt es sich um T5-
Leuchtstoffröhren, die bei gleicher Länge rund den doppelten Lichtausstoss abgeben (im Vergleich zu
den häufigen T5 HE-Röhren oder den altbekannten T8-Leuchtstoffröhren). Was für die Grundbeleuchtung
nicht mehr empfohlen werden sollte, sind “Reptilien-Leuchtstoffröhren mit UV-Anteil”, da der UV-Anteil
auf Kosten des sichtbaren Lichtes geht und bereits für mittelgrosse Terrarien der UV-B Anteil für die
Tiere sowieso zu gering ist (ab ca. 15 cm Distanz). Der UV-B Bedarf der Tiere wird effizienter durch
spezielle Strahler gedeckt, vgl. unten. Für die hier beschriebenen Arten, deren Aktivitätsphase ganz
entscheidend vom Licht abhängt, sind T5-Systeme in HO-Qualität oder HQI/HCI-Strahler aufgrund
ihrer Helligkeit eine perfekte Lösung. Für ein Terrarium (abhängig von Breite und Höhe) sind z.B. 2-4
solcher HO-Röhren entlang der Längsachse zu empfehlen.
Wir bieten mit dem Markennamen ”Alligator” selbst hergestellte Doppel-Leuchtbalken aus Aluminium
(Abb. 1), die optisch und durch das eingebaute schweizerisch-österreichische HO-EVG auch technisch
überzeugen! Dadurch, dass ein Leuchtbalken gleich für 2 HO-T5-Röhren verwendet wird, kann mit den
dazu passenden Reflektoren ca. die 8-fache Lichtausbeute im Vergleich zu einer einfachen HELeuchtstoffröhre
erreicht werden!
B) lokale Sonnenplätze mit Wärme- und UV-Strahlung
Nebst der hellen Grundbeleuchtung brauchen Bartagamen und Co. lokal unterschiedliche
Sonnenplätze, an denen sie sowohl Wärme wie auch UV-Strahlung tanken können. Wichtig:
Vertrauen Sie nicht auf Reptilien-Spotlampen mit angeblichen “UV-Anteilen”, denn es handelt oft um
normale Baumarktspots.
Wärme: Reptilien sind wechselwarme Tiere, die auch im Terrarium unbedingt die Möglichkeit brauchen,
ihre Körpertemperatur durch das Aufsuchen von unterschiedlich warmen Punkten selbst zu regulieren.
Gerade viele tagaktive Echsen suchen dabei auch in der Natur aktiv und sehr gerne Sonnenplätze auf, da
sie Wärme mit Licht assozieren. Deshalb ist es nicht sinnvoll, die Wärme für diese Arten mit
Heizmatten, Keramikstrahlern uä. zu erzeugen, sondern ebenfalls mit einer lichtbringenden Quelle!
UV-Strahlung: Strahlung im UV-Bereich ist für den Mensch ausserhalb des sichtbaren Bereiches, hat
aber in der Haltung von Reptilien einen wichtigen Stellenwert. Einerseits ist bei vielen Arten bereits
nachgewiesen, dass sie bis in den UV-A Bereich sehen. Ohne genügend UV-A wären sie also eine Art
farbenblind! Allgemein bekann ist die Bedeutung der UV-B Strahlung. UV-B Strahlung in einem engen
Bereich bewirkt die Synthese einer Vorstufe des Vitamines D3, welches im Körper ua.
massgeblich für die Kalziumregulation verantwortlich ist. Viele häufige und gefürchtete Krankheiten v.a.
bei Echsen und Schildkröten (Rachitis, Knochenweichheit ua.) lassen sich durch richtige UV-B Strahlung
verhindern. Hat man früher vorallem mit einer Kurzzeitbestrahlung der Osram Vitalux 300W diesen
Problemen vorgebeugt, stehen heute verschiedene, effizientere Strahler zu Verfügung, die sich sowohl
als Wärme- wie auch als UV- und Lichtspender für den Ganztageseinsatz eignen.
Ein Beispiel für eine hervorragende Wärme- und UV-Lampe ist die UV Mega-Ray und die
SolarRaptor UV-HQI (Abb. 2 & 3), die bereits in Zoos und bei Tierärzten eingesetzt werden. Der Vorteil
gegenüber der Kurzzeitbestrahlung ist z.B., dass die Tiere den ganzen Tag eine gleichmässige
Bestrahlung erhalten, die sie selbst regulieren können und damit auch immer das für die Aktivität
erforderliche spezifische UV-A Spektrum vorhanden ist. Die Lampen sind in verschiedenen Stärken
erhältlich, wodurch je nach Tierart wie auch Grösse und Art des Terrariums gewählt werden kann.
HQI-Technik und UV-Strahlung: Im Jahr 2009 erschien die Mega-Ray HQI 70Watt und auch die
neue SolarRaptor UV-HQI Metalldampflampen in verschiedenen Wattstärken (35W, 70W, 150W).
Diese UV-Strahler arbeiten mit einer von HQI-Strahlern bekannten Technik, die durch enorme Helligkeit
und einem dank verschiedener Metalldampfgase sehr breitem Spektrum bestechen. Die Helligkeit dieser
Lampe reicht bereits an den natürlichen Bereich der Sonne heran (rund 80’000 Lux bei 30cm je 70WVersion)
und ist damit um ein Vielfaches höher als bei Leuchtstoffröhren, Spotstrahler oder Mischlichtund
HQL-Lampen!! Damit sind die Faktoren Wärme, Helligkeit, UV-A und UV-B einzigartig in einem
einzigen Strahler kombiniert!
Für angepasste Vorschläge und zoologische Beratungen stehen wir gerne zu Verfügung…
www.aqua-terra-world.ch
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